Pedal Steel

November 19, 2008

Hach, nach der letzten Pleite mit einer Band hatte ich echt die Schnauze voll von der Pedal-Steel und wollte sie eigentlich verkaufen. Die sieben Jahre habe Spass und auch etwas an Geld und erfüllten Träumen gebracht – immerhin durfte ich auf drei Alben mitspielen – aber ich habe nie die Zeit gefunden, mich ernsthaft mit dem Instrument auseinander zu setzen.

Ich gehe ja seit einiger Zeit hin und wieder ins Berlinprojekt, einer recht jungen Gemeinde die einige sehr begabte Musiker hat, und hatte dort auch jemand kennen gelernt, der dort öfters für die musikalische Gestaltung zuständig ist. Mit dem hatte ich mich heute getroffen, um ein paar von seinen Songs zu spielen, was auch ganz gut war. Ich würde allerdings sehr gerne Pedal-Steel in der Kirche selber spielen, aber da steht blöderweise ein grosses Transport-Problem davor, und auch, wie ich heute erfahren habe, der Beschluss, dass nur Lieder mit deutschen Texten gespielt werden. Das Berlinprojekt ist in vielerlei Hinsicht ziemlich offen, in manchen allerdings auch leider, leider sehr konservativ und was ich von so einer Beschränkung auf deutsches Liedgut halte, brauche ich wohl nicht auszuführen. Schade. Ich hätte wirklich gerne mal die eine oder andere Louvin Brothers- oder Gillian Welch-Nummer gespielt, denn da gibt es so einige phantastische Songs mit spitituellen Texten. Auch, wenn ich den einen oder anderen Song von Leuten wie Lothar Kosse ganz gut finde, kann ich mit diesen seltsamen Texten nichs anfangen.

Naja. Mit besagtem Musiker werde ich am 20.12. ein paar Songs in einer Galerie zusammen spielen. Bis Ende des Jahres werde ich mir mit der Entscheidung, ob ich das Ding endgültig verkloppen soll, noch Zeit lassen. Vielleicht sollte ich mal die Tarvuisten fragen…

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2 Antworten to “Pedal Steel”

  1. Mr. Nap Says:

    Nee nur nicht verkaufen! Hab seid 4 Jahren auch nicht mehr wirklich Musik gemacht und meine Gitarren will ich nicht verkaufen. Wär ich in Berlin würde ich Dich sofort in meine Band aufnehmen.
    Grüße
    Mr. Nap

  2. liebesboot Says:

    Ach ja. es gibt sone und sone Phasen und manch ein Instrument wandert ungeliebt in die Ecke. Naja ungeliebt… gebraucht? ausgelutscht?? na, was weiß ich denn. Ich weiß aber eines. Vor 15 Jahren verkaufte ich meine Klarinette um an ein Wurlitzer zu kommen. Das war schon doof, aber irgendwie sinnvoll, denn Klarinette und ich das paßt nicht und ich bin nicht Woody allen und mag keinen Jazz. Dann aber, vor 10 Jahren verkaufte ich das Wurlitzer um an irgendwas anderes zu kommen, frach mich nicht mehr was. Und das schmerzt bis heute. Ich war damals auch durch damit und kam nie so richtig richtig klar damit. aber nun vermisse ich es manchmal. Schlimm sogar. Tja, warum erzähle ich das nur, warum erzähle ich das nur….


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