Das Gute im Bösen.

Juni 27, 2007

Wahnsinn. Jetzt im Media Markt Neukölln: Ein 10 Meter-Regal nur mit Vinyl. Und nicht nur irgendwelche Dub-Maxis: Radiohead, Neil Young, Lucinda Williams: Eigentlich alles, was es an Interessantem gibt.

Schweine.

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In eigener Sache:

Juni 25, 2007

quasi

Wenn man jetzt an eine Kreuzung kommt, und von rechts kommt ein Auto, das aber rückwärts fährt – hat das dann immer noch vorfahrt? Wenn ja: Kann man da nicht mal was machen?

Play me now!

Juni 19, 2007

Ich dachte ja immer, ich weiss bereits so ziemlich alles, was man über Vinyl-Platten wissen muss. So viel gibt es da ja auch nicht, als das jemand sich gedrungen sehen würde, einen Lehrstuhl dafür einzurichten und jungen, orientierungslosen Menschen einen weiteren Weg in die institutionalisierte Armut zu weisen. BoingBoing brachte aber heute etwas, das völlig an mir vorbei gegangen ist:

„In the early personal computer days, recording artists included hidden computer programs on vinyl records — you recorded the LP to tape, then put the tape in your computer’s cassette drive. Here’s a nice history of the practice, with screenshots of the programs in action and links to emulated versions.“

Das ist wirklich das erste Mal, das ich dvon höre. Und ich habe mich mit völlig belanglosem Quatsch wie „backward-masking“ und in die Auslaufrille eingeritzte Botschaften beschäftigt! Sowas ist ja fast dazu angetan, mich mit Untoten wie den Thompson Twins auszusöhnen! Maybe, in the end, the 80ties weren’t all that bad…

GTD und Journler

Juni 18, 2007

Auf dem sehr interessanten Produktivitäts-Blog „Imgriff“ gab es vor kurzem eine Serie über das „Getting Things Done“-Prinzip (GTD) von David Allen. Auf der WP-Seite zu GTD habe ich einen Link zum Programm „Journler“ gefunden, dass anscheinen eine ziemlich gute GTD-Anbindung haben soll – leider erschliesst sich mir das nicht so richtig, obwohl Journler einen ziemlich interessanten Eindruck macht. Vor allem ist mir nicht klar, wie ich GTD-Listen dort anlegen soll… Falls das jemand der geschätzten Leserschaft nutzt bin ich für jede Tipps dankbar.

God is in the house.

Juni 16, 2007

Im Prinzip versuche ich schon seit vielen Jahren, mein Leben nach Jesus‘ Beispiel zu leben. Mit sehr unterschiedlichem Erfolg, natürlich. Ich habe mich damals in der Baptistengemeinde meiner Eltern taufen lassen und gehe auch seit dem ich in Berlin bin, weiterhin in eine Freikirche. Gegen Ende des letzten Jahres schlingerte dieser Teil meines Lebens jedoch in eine ernsthafte Krise. Nicht, das ich ein Problem mit Gott oder Jesus gehabt hätte, ganz im Gegenteil: Mir wurde klar, das mein Anspruch in einem ziemlichen Gegensatz zur Ausübung stand, und das ich daran dringend etwas ändern musste, wenn die Geschichte von Jesus noch eine echte Relevanz für mein Leben haben sollte.

Es gab eine Menge Dinge, über die ich nachdachte und die ich in Frage stellte und (immer noch tue), und das erste, was ich merkte, war, das die traditionelle Kirche (worunter ich jetzt auch die freien Gemeinden zähle) wenn überhaupt nur einen Ausschnitt von dem repräsentiert, was Jesus IMO gelehrt hat. Für mich geht es nicht darum, wie man irgendwann und möglichst kostengünstig in den Himmel kommt. Wenn ich das neue Testament lese habe ich den Eindruck, dass Jesus noch viel mehr wollte, als den Christen ein Ticket ins Paradies in die Hand zu drücken. Ich glaube, es ging ihm um eine spezifische und neue Art der Weltgestaltung. Im neuen Testament ist oft davon die Rede, das mit Jesus das Reich Gottes gekommen ist – und das die Menschen dazu aufgerufen sind, danach zu handeln. Ich weiss nicht, ob das immer so richtig gut klappt, wenn man sich in alte Gebäude einschliesst, 400 Jahre alte Lieder singt und überhaupt erstmal Vereine gründet und Hierarchien schafft. Das mag für manche Menschen genau das sein, was sie brauchen, aber ich stelle fest, das mir das nicht reicht. Es stimmt zwar, das Gott nichts für seine Gnade verlangt, als Jesus als seinen Sohn anzuerkennen, aber es heist nicht umsonst: „Glaube ohne Taten ist tot.“ Wenn eine Wahrheit, die ich erkenne, keine Änderung meines Handelns mit sich bringt, was nutzt mir dann die Wahrheit?

Aus diesem Grund habe ich mich auf die Suche gemacht und bin auf eine Bewegung gestoßen, die sich „Emerging Church“ nennt. Wobei: Bewegung ist eigentlich zuviel gesagt, eigentlich ist es eine Diskussion über eine Postmoderne Kirche, die sich hauptsächlich in Blogs, Seminaren und Büchern abspielt, bei der ich viele meiner Fragen wiederfinde. Es gibt also keine „Emerging Churches“, höchstens Gemeinden, die dieser Idee nahestehen. Und das Ideenspektrum ist wirklich gross. Es gibt aber ein paar Aspekte, die sich durch alle Diskussionen ziehen: Es geht z.B. um eine grössere Identifikation mit dem Leben Jesu; einem stärkeren Bewusstsein für gesellschaftliche Belange; einen Anschluß an das postmoderne Leben und ein gemeinschaftliches Leben als Christen, das weg vom Konsumieren und hin zu mehr Partizipation und Aktivität führt. In Berlin und Deutschland gibt es nur wenig Leute, die damit überhaupt etwas anfangen können, aber ich habe das Gefühl, dass sich das bald ändern wird.

Jedenfalls habe ich Anknüpfungspunkte gefunden und bin da recht froh drüber. Mittlerweile bin ich auch nicht mehr in meiner alten, konservativen Kirche, sondern gehe Samstags abends zu einem Treffen von Christen, die eher locker organisiert sind. Ich sehe „Christ-sein“ sowieso als etwas prozeßhaftes und befinde ich gerade mehr auf der Strasse als das ich irgendwo angekommen wäre, aber eines ist auf jeden Fall schon geschehen: Ich habe angefangen, der Bibel einen immer grösseren Platz in meinem Leben einzuräumen und erlebe, das sie mich verändert. Vielleicht habe ich deshalb früher nie darüber geschrieben. Natürlich macht mich das alles nicht zu einem besseren Menschen, aber vielleicht zu jemandem, der sich seines Versagens bewusster ist und der dankbar dafür ist, das Jesus ihm den eigenen Dreck am Stecken vergeben hat. Das halte ich für eine prima Ausgangsposition.

On what’s good.

Juni 13, 2007

Henry rief gestern an und ich war mir sicher, das er sagen würde: „Haarbueschel – ich will Dich nie wieder sehen. Nimm Deine verkackte Pedal Steel und verkriech Dich sonstwo.“ Hat er aber nicht. Er fand einige takes sogar ziemlich gut. Wer hätte das gedacht.

Die absolute Sprachlosigkeit kam aber mit der Post. Die wurde zwar schon angekündigt, es dann aber in den Händen zu halten war dann schon der Hammer… T.T. ist ein Photograph, der bislang alle Orange Blossom Special Festival Festivals von 1997 an fotografiert hat (bis leider auf das letzte, an dem er krank war). Wir sind uns schon ein paar Mal über den Weg gelaufen, und fast hätte er mir mal sogar vor ein paar Jahren einen Job besorgt. Jetzt hat er alle OBS-Fotos auf 5 DVDs gebrannt, diese auch noch äusserst liebevoll gestaltet – und mir geschenkt. Ich habe gestern abend noch einige Jahre durchgeschaut, und wieder mal gemerkt, wie sehr dieses Festival Teil meines Lebens ist. Und wie jung ich vor 10 Jahren noch ausgesehen habe! Und wie cool Hazeldine eigentlich waren! Das war wirklich eines der nettesten Geschenke, die ich bislang bekommen habe.
Junger Mann – hab herzlichen Dank.